Einbrecher

für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich mal einen Einbruch plane, würde ich eine wichtige Grundregel beherzigen: Niemals vorher in einer Apotheke einbrechen.

Oder wenigstens nicht von der Beute naschen, bevor ich fertig bin…

Nicht, dass ich so etwas vorhabe. Ich nasche auch nicht an pharmazeutischen Produkten. Aber ich freue mich immer, wenn ich mal wieder eine scheinbar lebensferne Weisheit finde, die jemandem bei einem Vorhaben enorm geholfen hätte. Hätte, wohlgemerkt. In diesem Fall einem australischen Einbrecher, der selig in der Tür eines Einkaufszentrums schlummerte – den Draht zum unrechtmäßigen Öffnen der Tür noch in der Hand.

Das Gesicht der Polizisten hätte ich in dem Moment gern gesehen, Sie nicht auch?

Die fanden im Auto des schlafenden Gangsters große Mengen rezeptpflichtiger Medikamente. Klarer Fall: Da hatte der Mann entweder das falsche oder zuviel davon eingenommen. Leichtes Spiel hatten die Ordnungshüter auch mit den beiden Einbrechern, die kürzlich in ein Haus im amerikanischen Carroll einsteigen wollten. Der Versuch ging schief. Als die Polizei die beiden Missetäter wenig später einholte, stand ihnen die Schuld im wahrsten Sinn des Wortes ins Gesicht geschrieben: Die Fluchtmasken hatten sie sich mit Edding aufgemalt. „Sie waren dumm und betrunken“, erläuterte ein Polizist dem Reporter einer Nachrichtenagentur.

Merke: Bodypainting ist nichts für Einbrecher.

Und über einen britischen Mann, der wegen Einbruchs gesucht wird, sagten die Fahnder kürzlich, er sei ein Idiot. Ein bisschen werden sie sich aber auch insgeheim gefreut haben. Der 23-Jährige macht es ihnen wirklich leicht, ihn zu schnappen. Nachdem eine britische Zeitung ein altes Porträtfoto von ihm veröffentlicht hatte, versorgte er die Redaktion mit Nachschub – er schickte ein brandneues Fahndungsfoto, auf dem er ausgerechnet vor einem Polizeiauto posiert. Hört sich fast an, als wollte er geschnappt werden, finden Sie nicht auch? Soll ja vorkommen.

Ebenfalls lehrreich. Merke: Manchmal muss die eigene Eitelkeit hinter dem eigentlichen Ziel zurückstehen.

Was sich allerdings aus dem Einbruch in einer nordrhein-westfälischen Schule lernen lässt, das weiß ich auch noch nicht so genau. Die Einbrecher hatten dort vor kurzem in einem Kiosk kiloweise Eistee, Lollies und anderen Süßkram mitgehen lassen. Die Polizei schätzte den Schaden auf einen „Gesamtwert von vielen tausend Kalorien“.

aus: Newsletter Steuern und Bilanzierung bei BWRMed!a vom 17.11.2009, Archiv: http://www.bwr-media.de/newsletter/sub/archiv.html